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Inhalt:
Wenn Sie schon mal da sind - die älteste Eisdiele | Tipp des Monats | Militädiktatur: Geheimarchive werden geöffnet | Nationalfeiertag
CHEMNITZ DRESDEN ERFURT / JENA / WEIMAR
LESESTOFF - „Milonga“ von Rebecca Maria Salentin
Gafik von Veronica Seidel
Und zu Ostern ... Pollo A La Criolla de Marta Anton
HALLE LEIPZIG anderswo / PRAG
„Erinnerungen an Pacho“
Gestaltung der Zeichnungen und Grafiken durch Veronica Seidel
Artikel
Wenn Sie schon mal da sind - Die älteste Eisdiele
Speiseeis war für die von der subtropischen Hitze geplagten Porteños seit je ein Genuss und auch eine Bedürfnis. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts zogen die Eisverkäufer durch die Straßen, das Kühlmedium lieferten die Bierfabriken mit Kristalleis. Zu Beginn des vorigen Jahrhunderts etablierten sich auch Eisdielen, meist von Neapolitanern betrieben, die zur Sommerzeit hier und das restliche Jahr an der Adria Speiseeis anrührten. Die älteste Diele existiert noch. So manch einer ist schon oft daran vorbeigegangen, ohne sich dessen bewusst zu sein. El Vesuvio funktioniert in der Avenida Corrientes 1181, ein paar Schritte vom Lichtspieltheater Broadway, ununterbrochen seit 1902 – mehr als ein Jahrhundert, immerhin! Zwar renoviert, aber stets am selben Ort, in Sichtweite des Obelisken. Carlos Gardel und Jorge Luis Borges, Tita Merello, Juan Manuel Fangio, Luis Sandrini, Astor Piazzolla und viele andere Berühmtheiten labten sich an den Eiscremes von El Vesuvio. Es lohnt, einmal vorbeizuschauen.
Quelle: Das Argentinische Tageblatt Militärdiktatur: Geheimarchive werden geöffnet
BUENOS AIRES, 23. März 2006 - Rund 30 Jahre nach dem Militärputsch hat die argentinische Regierung jetzt beschlossen, dass die Geheimarchive aus dieser Zeit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der Zugriff soll auf ausnahmslos alle Dokumente und Datenbanken des Militärs ermöglicht werden, gab Verteidigungsministerin Nilda Garre bekannt. Die Regierung erhofft sich so eine deutliche Vereinfachung der Aufklärung von unter der Militärdiktatur begangenen Verbrechen. Derzeit laufen zahlreiche Prozesse gegen ehemalige Mitglieder der Diktatur. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Regierung ein Amnestiegesetz aufgehoben, das den mutmaßlichen Tätern Straffreiheit gewährte.
Quelle:argentinienaktuell.com Nationalfeiertag
Dreißig Jahre nach dem Militärputsch wurde der 24. März zum Erinnerungstag und gleichzeitig zum Nationalfeiertag erklärt. Der Kongress verabschiedete am Mittwoch nach langen Debatten das umstrittene Gesetz, dessen Projekt erst Mitte vergangener Woche von der Regierung vorgelegt worden war. Die Menschenrechtsorganisationen kritisierten, der Feiertag bedeute einen Anlass zum Feiern, während der Putsch von 1976 einen Anlass zum Nachdenken und Kampf bedeuten sollte.
Quelle: Das Argentinische Tageblatt v. 18.3.06
Erinnerungen an „Pacho“ Juan Maglio: *18.11.1881 Palermo (Buenos Aires) - † 14.7.1934 Buenos Aires Juan Félix Maglio Dodero bekannt unter dem Namen „Pacho“ wirkte um die Jahrhundertwende des 19. Jh.. Pacho fing seine musikalische Laufbahn auf einem kleinen Akkordeon an. Das Spielen hatte ihm der Musiker Luis Almeyda beigebracht. Wie viele der Musiker dieser Zeit erlernte Juan Maglio sein Instrument sehr schnell und wechselte bald auf das Bandoneon. Pacho gelang es in rascher Zeit eine hohe Virtuosität zu erlangen, welche die damaligen „primitiven“ Tangos in ihrer Qualität und Spielart vorantrieb. Juan Maglio alias „Pacho“ gehörte somit zu den wichtigsten Vertretern der „Guardia Vieja“ wie auch Eduardo Arolas, Genaro Espósito and Vicente Greco. Bevor seine Person richtig berühmt wurde, wurden seine vielen Schallplatten zu Dutzenden verkauft und der Spitzname von Juan Maglio war den meisten Zeitgenossen ein Begriff. „Wie es heißt, war Maglio einer der ersten bzw. sogar der erste, der speziell arrangierte Bandoneon-Soli auf Schallplatte aufzeichnen ließ, so erschien 1912 die historischen Titel „La Moracha“ und „La Sonambula“.“ Maglio spielte vorwiegend in dem Stadtteil Palermo in dem er auch geboren wurde. Bis ca. 1930 beschäftigte sich Pacho vorwiegend mit dem Tango Argentino. Ab diesen Jahr wandte er sich hin zur Uruguayischen Volksmusik und da speziell der Polka zu.
Pacho war ein sehr vielseitiger Musiker und gehört zu den Schlüsselfiguren des so genannten „primitiven“ Tango.
Quelle. todotango.com & Tango Lexikon von Egon Ludwig
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