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Inhalt:
Tipp des Monats, RUNDSCHAU:Pestizide in Weintrauben, Cavallo soll verurteilt werden
CHEMNITZ DRESDEN ERFURT / JENA / WEIMAR
LESESTOFF von Rebecca Salentin - Luise ist nicht Luise, aber ein Tanzschuppen ist ein Tanzschuppen
Fotgraphie von Erik Engelhardt
PHANTASTango
HALLE LEIPZIG anderswo / PRAG
„El Tigre de Bandoneon“
Gestaltung der Zeichnungen und Grafiken durch Veronica Seidel
Artikel Pestizide in Weintrauben Düsseldorf, 22.01.2006: Tafeltrauben aus Spanien, der Türkei und Griechenland sind am höchsten mit Pestiziden belastet. Bei italienischen Trauben wurden zwar nur 2,7 % der Proben beanstandet, dort wurden jedoch bis zu 16 Pestizide in einer Probe festgestellt. Von 254 Proben weißer und roter Tafeltrauben überschritten dabei 24 Proben (9,5 %) die Höchstmengen der nationalen Rückstandshöchstmengenverordnung. Beanstandungen können erst ausgesprochen werden, wenn der nachgewiesene Pestizidgehalt auch nach Abzug der analytischen Fehlertoleranz über der Höchstmenge liegt. Das war bei 13 Proben (5,1 %) der Fall. In 37 Proben (15 %) wurden keine Pestizide nachgewiesen. Die Höchstmengen werden unter Berücksichtigung von Bewertungen zur Gesundheitsschädlichkeit von Substanzen festgelegt. Diese Daten aus dem Jahr 2005 bestätigen entsprechende Ergebnisse der letzten Jahre und ermöglichen damit eine Einschätzung des generellen Trends zur Pestizidbelastung von Weintrauben.
Verbraucherschutzminister Eckhard Uhlenberg: „Länder wie Südafrika oder Argentinien stellen unter Beweis, dass gute Ware sehr wohl mit weniger Pestiziden produziert werden kann. Umso ärgerlicher ist es, dass sich die Situation in den letzten Jahren gerade in Spanien, der Türkei und in Griechenland nicht verbessert hat. Italienische Produkte werden zwar seltener beanstandet, sie enthalten dafür aber eine Vielzahl verschiedener Pestizide gleichzeitig.
Quelle:www.umweltjournal.de/fp/archiv/AfA_naturkost/9803.php Grafik vom Künstler Cavallo soll verurteilt werden MADRID: Die spanische Staatsanwaltschaft hat bis zu 17.000 Jahre Haft für den mutmasslichen argentinischen Mörder und Folterer Ricardo Miguel Cavallo gefordert. Dem Exoffizier soll in den kommenden Monaten wegen Gräueltaten während der argentinischen Militärdiktatur in den 70er und 80er Jahren vor einem spanischen Gericht der Prozess gemacht werden. Grundlage für den Prozess gegen Cavallo sind die Untersuchungen des spanischen Ermittlungsrichters Baltasar Garzon zu Menschenrechtsverletzungen der Militärregime in Argentinien und Chile. Während der argentinischen Diktatur von 1976 bis 1983 verschwanden mindestens 9000 Menschen. Menschenrechtsgruppen sprechen von 30.000. Cavallo war Marinekommandeur in Buenos Aires und arbeitete in dem Marinezentrum ESMA, wo tausende Gefangene gefoltert oder getötet wurden. Er wurde 1999 in Mexiko festgenommen, nachdem ihn frühere politische Gefangene als ihren Folterer beschuldigt hatten. 2003 wurde er an Spanien ausgeliefert. Der Nationale Gerichtshof in Madrid hatte 1998 entschieden, dass Verfahren wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit unabhängig vom Tatort und der Nationalität des Verdächtigen in Spanien möglich sind. Quelle: www.blick.ch PHANTASTango Wer schon immer mal einen Low-Budget-Tangourlaub mit einer spannenden Mischung aus Villa Kunterbunt und Woodstock erleben wollte, der ist beim PHANTASTango genau richtig. Idee dieses spannenden Projektes ist es nicht nur eine Woche lang den Tango genießen und lernen zu können, sondern auch Zeit und Raum zu finden um seine Seele baumeln zu lassen – bei Sport, Ausflügen in die Umgebung, z.B. nach Schloss Goseck oder Freyburg/ Unstrut, oder eben einfach beim Nichtstun. Vom 21. - 30.07.06 findet im Tagebaurenaturierungsgebiet in Braunsbedra das 1. Tangosommercamp Pfännerhall statt. Eine lichtdurchflutete, ehemalige Maschinenhalle mit viel Charme wird das Domizil sein. Sie bietet eine große Tanzfläche im Mittelteil, außerdem Seitenräume für Workshops und Practicas, eine Küche und santiäre Einrichtungen. Auf der umgebenden Wiese findet sich genug Platz für Zelte und Spiele; der nächste Badesee liegt in ca. 1 km Entfernung. Die nächste Bahnstation ist 200m entfernt. Die Idee ist nicht nur miteinander zu tanzen und zu lernen, sondern auch aktiv am Sommercamp teilzunehmen. Um den PHANTASTango in dieser Form stattfinden lassen zu können, übernimmt jeder Teilnehmer in dieser Woche auch viermal unterschiedliche kurze Dienste, wie z.B. Frühstücksvorbereitung und Abendessen. Gemeinsam kochen verbindet eben... Warum sollte die Intensität und Innigkeit des Tanzes nicht auch gut sein für eine etwas intensivere Zeit miteinander – auch wenn man sich nicht in der Umarmung der Musik hingibt? Und das Ganze auch noch im Zelt, mit Lagerfeuer und gemeinsamem Kochen. Das klingt zu phantastisch, als dass es wahr sein könnte? Vielleicht doch nicht... Der Tango steht natürlich im Mittelpunkt, keine Frage, es wird Workshops im überschaubaren Rahmen geben, für Anfänger, wie für Fortgeschrittene, Practicas und natürlich jeden Abend Milonga mit verschiedenen DJs, bis zum ins Zelt fallen. An den beiden Samstagen wird es jeweils einen Eröffnungs- und einen Abschlussball mit Livemusik geben. Aber der PHANTASTango soll auch offen sein für andere Beiträge und Initiativen, die das Ganze zu einer bunten und interessanten Woche machen. Wir sind offen und dankbar für Vorschläge und Anregungen von euch. Außerdem suchen wir noch Mitstreiter, die Lust haben, solch eine Tangophantasie mit in die Tat umzusetzen.
Weitere Infos unter: www.phantastango.de
EL Tigre de Bandoneon Eduardo Arolas 24. Februar 1892 - 29. September 1924 Was wäre eine Milonga ohne „Derecho viejo“ oder „Una noche di Garufa“! Eduardo Arolas, der Komponist beider Stücke, gehört zu den wichtigsten Persönlichkeiten in der Tangogeschichte und soll hier kurz vorgestellt werden. Erduardo Arolas wurde am 24. Februar 1892 in Buenos Aires geboren. Seine musikalische Karriere begann um 1900 im Hafenviertel von Buenos Aires. Er hatte keine besondere Musikausbildung , sondern eignete sich sein Können autodidaktisch an. Zunächst erlernte er das Gitarrenspiel und war Mitglied verschiedener Formationen, die in den Bordells und Spelunken zum Tanz aufspielten. Ein Freund brachte ihm das Bandoneonspielen bei, das er schon nach kurzer Zeit sehr gut beherrschte. 1908 entstand seine erste eigene Komposition „Una noche di Garufa“, und bereits 1909 formierte er ein Trio unter seiner Leitung. In den folgenden Jahren spielte er als Bandoneonist in verschiedenen Gruppen und arbeitete in Buenos Aires und Montevideo. Er war ein exzellenter Bandoneonist und gelangte zu großer Berühmtheit. 1913 gründete er sein Quartett Eduardo Arolas die in folgender Besetzung spielte: Eduardo Arolas (Bandoneon/ Leitung), Alberto Goyeneche (Piano), Rafael Tuegols (Violine), Julio de Caro (Violine). Diese Gruppe vergrößerte sich stetig und wurde 1917 zum Orchester Tipica Eduardo Arolas. Sowohl mit dem Quartett als auch mit dem Orchester nahm er zahlreiche Schallplatten bei verschiedenen Labels auf, unter anderem bei Odeon, Victor und Era. Anfang der 1920er Jahre ging Arolas mit seinem Orchester nach Paris. Auch dort hatte er große Erfolge und trug entscheidend zur Popularisierung des Tango Argentino in Europa bei. In Paris komponierte er auch seinen berühmten Tango „Comme il faut“ Eduardo Arolas kehrte nicht Argentinien zurück, sondern blieb bis zu seinem frühen Tod 1924 in Paris. Die Stadt Buenos Aires ehrte ihn 1971 mit der Umbenennung einer Straße, die seitdem seinen Namen trägt.
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