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Archiv vom Januar 2006



 

Inhalt:

Tipp des Monats, Ein Held in Bronze,
Die Macht am Fleisch


CHEMNITZ
DRESDEN
ERFURT / JENA / WEIMAR


Das 1 x 1 des Comiczeichnens
Comic - „Der Rest ist Schweigen“
Manga – die Welt des japanischen Comics


HALLE
LEIPZIG
anderswo / PRAG
„Don Carlos“

Zeichnungen - Veronica Seidel


Artikel

Ein Held in Bronze

Mercedes-Benz Argentina ehrte seinen berühmtesten Formel1-Rennfahrer in der argentinischen Geschichte mit einem Denkmal. Als Bronzestatue steht Juan Manuel Fangio mit seinem Wagen seit dem Dezember 2005 vor der neuen Konzernzentrale in Puerto Madero.
Er führte Mercedes-Benz mit dem „Silberpfeil“ das erste Mal zur Konstrukteurs-Weltmeisterschaft. Fangio zählt als fünffacher Weltmeister der Formel1 zu den erfolgreichsten Piloten in der Geschichte des internationalen Motorsports. Mit dem sechsten WM Titel 2003 von Michael Schumacher wurde der 46 Jahre bestehende Rekord von Juan Manuel Fangio gebrochen. 
Vor dem zweiten Weltkrieg startete Juan Manuel Fangio bei Rallye-Veranstaltungen in Südamerika, wobei sein Beifahrer bei einem Unfall getötet wurde. Fortan fuhr er nur noch allein, auch bei Sportwagenrennen in Europa. 1949 kam Fangio nach Europa, gewann auf Anhieb den Großen Preis von San Remo  und schloss sich dem Alfa Romeo-Team an. Schon bald stellte sich heraus, dass „El Chueco“, d.h. „Der Krummbeinige“ trotz seiner fast 40 Jahre der Konkurrenz an fahrerischem Können und taktischem Geschick überlegen war. So wurde er 1951 mit Alfa Romeo zum ersten Mal Weltmeister.
Nach seiner Zeit als Rennfahrer zog sich Fangio aus der Öffentlichkeit zurück, blieb aber dem Motorsport treu. So bekleidete er zahlreiche Ehrenämter und war als Berater tätig. Bis ins hohe Alter ließ er es sich nicht nehmen, an nostalgischen und traditionellen Autorennen teilzunehmen.
Juan Manuel Fangio verstarb am 17. Juli 1995 im Alter von 84 Jahren an einem Nierenleiden in Buenos Aires.
Quellen: Argentinisches Tageblatt, www.rasscass.com

Die Macht am Fleisch

Buenos Aires, 9. Dezember 2005 - Das Wirtschaftsministerium hat eine Erhöhung der Exportsteuer auf Fleischwaren angekündigt, wenn der Sektor bis zum Dienstag nicht einem Höchstpreisabkommen beitreten sollte.
Das Ultimatum der Regierung sieht eine Erhöhung des Ausfuhrzolls von 15 Prozent auf 25 Prozent vor, sofern der fleischverarbeitende Sektor nicht ein neues Verhandlungsangebot vorlegt.
Präsident Néstor Kirchner hatte die Ausarbeitung einer Resolution angestrengt, nachdem am vergangenen Mittwoch die Verhandlungen zwischen Regierung und Vertretern der Fleischindustrie scheiterten. Letztere erklärten sich nicht bereit, den Fleischpreis für die Dauer von 90 Tagen auf dem derzeitigen Niveau einzufrieren.                                               [www.argentinienaktuell.com]


„Don Carlos“  - Carlos Di Sarli

„Wenn sich die Musik anhört, wie ein schleichender Panther läuft, muss es die Musik von Carlos Di Sarli sein.“ 
Carlos Di Sarli, eigentlich Cayetano di Sarli wurde am 7. Januar 1906 in der Stadt Bahía Blanca geboren. Der kleine Carlos fing sehr früh mit Klavierspielen an. Bereits im Alter von 13 Jahren begleitete Di Sarli eine Tournee der Zarzuela-Kompanie in verschiedene Provinzen Argentiniens. In diesen ersten Jahren lernte Carlos die Vielfalt der argentinischen Populärmusik sowie die Anfänge des Tangos kennen. 1919 fand Di Sarli sein erstes und erfolgreiches Engagement in einem Orchester seiner Heimatstadt. Noch im selben Jahr komponierte er bereits seinen ersten Tango: „Meditación“. Als er 17 Jahre alt war, zog er nach Buenos Aires und gründete 1925 seine erstes Sextett. Anfang der 30er Jahre trennte er sich von diesem Ensemble, ging nach Rosario in der Provinz von Santa Fe und spielte anschließend in dem Orchester von Roberto Dimas Lourbes. Bereits 1938 etablierte er sein zweites Sextett, u. a. mit dem Sänger Roberto Rufino. In dieser Zeit feierte Carlos seine größten musikalischen Erfolge. Seine berühmtesten Werke sind u. a. die unvergesslichen Tangos „Retirao“, „Milonguero viejo“ und „Nido Gaucho“. Als Komponist interpretiert Di Sarli den Tango auf seine ganz eigene Art und Weise. Er distanzierte sich von den seinerzeit dominierenden Musikstilen Canaro
´s und Firpo´s. Seine Tangos waren zum einen gekennzeichnet durch ein neues Orchesterschema, indem keines der Instrumente eine tragende Rolle zugesprochen bekam. Zum anderen charakterisieren seine instrumentalen Kompositionen, wie beispielsweise „Corazon“ und „Bahía Blanca“, seinen romantischen und melodischen Stil. Die ruhige Musik mit ihrem klaren Rhythmus macht es Anfängern leicht, sich in den Tango hineinzuhören und auch noch zu der Musik zu bewegen. Ende der 40er Jahre zog er sich mehr und mehr aus dem Musikgeschäft zurück. Der „Senor des Tango“  trug gewöhnlich seine klassisch getönte Brille, die die Spuren eines Unfalls verbargen.

Wenn Sie eine Meinung oder eine Anregung zum Thema abgeben wollen, können Sie sehr gern das FORUM der www.tangozeit.de nutzen.