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Archiv vom Juni 2006



Inhalt:

 

The Chemnitzer Concertina | Tipp des Monats |
 Fußball ist in Argentinien mehr als nur ein Sport  
CHEMNITZ 
DRESDEN
ERFURT / JENA / WEIMAR  


Lesestoff - „Revancha del Tango“ von Rebescca Maria Salentin   


„Ein Spaßvogel hat das Licht im Salon ausgeschaltet !“
von  Veronica Seidel  


HALLE 
LEIPZIG 
anderswo / PRAG 


Erinnerungen an José Guillermo Basadoni


Veronica Seidel   -  COVER


Artikel

„The Chemnitzer Concertina“

CHEMNITZ: Wenige Produkte dürften in den USA so direkt mit dem Namen von Chemnitz verbunden sein, wie die Ziehharmonika, die man dort „The Chemnitzer Concertina“ nennt. Über dieses Instrument, das in seiner Heimatstadt nur noch einige wenige als „Bandonion“ kennen, erschien zu Jahresbeginn 2006 in den USA ein Buch: „The Chemnitzer Concertina- A History and an Accolade“ spürt auf fast 300 durchgängig illustrierten Seiten Geschichte und Gegenwart der Concertina in den USA nach.
Der Autor des Buches, Prof. Dr. LaVern Rippley, ist Inhaber eines Lehrstuhles für deutsch-amerikanische Studien am St. Olaf- College in Northfield, Minnesota. Er arbeitete besonders zur Thematik der Auswanderung und zur Geschichte und Gegenwart europäischer Kultur in den USA:
Anfang Juni weilt Prof. Rippley mit einer vierzigköpfigen Reisegruppe – unter ihnen zahlreiche Concertina-Spieler- in Chemnitz.
Am Mittwoch, dem 07. Juni 2006, um 19 Uhr wird er sein Buch im DAStietz, Moritzstraße 20, im Veranstaltungssaal der Stadtbibliothek vorstellen. Dabei begleiten ihn einige der besten Concertina- Spieler des Bundesstaates Minnesota auf historischen und neuen Instrumenten. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

 

Fußball ist in Argentinien mehr als nur ein Sport.

In kaum einem anderen Land wird der Kult rund um den Ball mit solcher Leidenschaft gelebt. Für viele Fans aber ist die Reise ins WM-Land unbezahlbar. Dafür dürfen die argentinischen Schüler mit ihrer Mannschaft sogar während des Unterrichts mitfiebern.

Straßenszene in Buenos Aires (Bild: Sandra Ratzow) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Alles so blau-gelb hier: Ein Papp-Maradona leistet einem Papp-Tangotänzer Gesellschaft]
Hernán Marini hat sich seinen schon ausgesucht. Blau und gelb soll er sein - wie die Farben seines Fußballvereins. Die Rede ist von Hernáns Sarg. Und obwohl der Fan des berühmten Clubs „La Boca“ in Buenos Aires, bei dem einst Nationalheld Maradona kickte, gerade einmal 24 Jahre alt ist, will er sicher gehen, wie er seine letzte Reise antritt. Und nicht nur seinen Sarg in den Vereinsfarben hat er bestellt. Auch seine Grabstätte auf dem Vereinsfriedhof hat er schon reserviert. Fan bis in den Tod. Die Leidenschaft vieler Argentinier für Fußball kennt eben keine Grenzen.

Von Sandra Ratzow, zurzeit Buenos Aires, für tagesschau.de

 

Tangomusiker:

Erinnerungen an José Guillermo Basadoni

José Guilermo *25.06.1900 Uruquay, † 26.07.1981 Buenos Aires

Über José Guillermo Basadoni ist bis heute nicht sehr viel bekannt und aufgeschrieben wurden. Basadoni wurde in Uruquay geboren, siedelte noch im Kindesalter mit seinen Eltern nach Argentinien. Der junge José Guillermo spielte schon sehr früh in einem Jugendorchester. Nachdem er nach Buenos Aires ging, gehörte er einer Formation an, welche für Majestics (später Paramount) in einem Stummfilmkino musizierte. Durch seine gutes Gespür für Musik gelang Basadoni der Zutritt zu kleineren Theaterorchestern , welche zur damaligen Zeit Singspiele und Revuen begleiteten. In diesen Jahren komponierte er seine ersten Tangos. Die nächsten zwanzig Jahre dirigierte er das Rundfunkorchester von Radio Prieto. Seine wichtigsten Werke sind „El amargo“, Esquinita de San Telmo“, „Lirio azul“ und „Machete“.

Quelle: Tango Lexikon - Egon Ludwig