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Inhalt:
Lohnanstieg bedroht Preisabsprachen | Tipp des Monats | Riesen-Saurier in Argentinien entdeckt | Lebensqualität in Buenos Aires
CHEMNITZ DRESDEN ERFURT / JENA / WEIMAR
Lesestoff - Revancha del Tango von Rebescca Maria Salentin
Ein Spaßvogel hat das Licht im Salon ausgeschaltet von Veronica Seidel
HALLE LEIPZIG anderswo / PRAG
Erinnerungen an Anibal Troilo „Pichuco“
Veronica Seidel COVER
Artikel: Lohnanstieg bedroht Preisabsprachen
BUENOS AIRES, 12. April 2006 - Die Preisabsprachen im argentinischen Konsumsektor könnten vor dem Aus stehen. Grund sind die Lohnsteigerungen, die die Regierung mit den Gewerkschaften derzeit aushandelt. Die Betreiber der größten Einzelhandelsketten Argentiniens verweisen daraufhin, dass sie bei einem weiteren Anstieg der Löhne und Gehälter die abgesprochenen Preise Grundversorgungsgüter nicht garantieren könnten. Supermärkte und große Verkaufsflächen hatten Ende letzten Jahres Preiskorridore zugesichert. Die von Néstor Kirchner angeführte Regierung hofft damit die eskalierende Inflationsspirale unter Kontrolle halten zu können. Diese war im letzten Jahr auf einen neuen Höchststand von über 10 Prozent geklettert.Im Rahmen der seit Anfang 2006 laufenden Lohnanpassungen fordert die Gewerkschaft der im Handel Beschäftigten derzeit eine Erhöhung der Einkommen um bis zu 15 Prozent. Die Verantwortlichen der großen Einzelhandelsanbieter geben jetzt aber zu bedenken, dass sie bei einem entsprechenden Anstieg die Absprachen nicht mehr einhalten könnten. Der Personalaufwand repräsentiert rund 30 Prozent ihrer Kosten, erklären sie. Der Einzelhandelssektor zählt rund 110.000 Beschäftigte. Quelle: argentinienonline.com
Riesen-Saurier in Argentinien entdeckt
BUENOS AIRES, 18. April 2006 - Argentinische und kanadische Wissenschaftler haben in Argentinien die Knochen eines 1995 gefundenen Dinosauriers erforscht und eine Entdeckung gemacht: Bei dem «Mapusaurus roseae» handelt es sich vermutlich um den größten Fleisch fressenden Dinosaurier aller Zeiten. Mit bis zu 12,5 Metern sei er noch größer als der Tyrannosaurus rex und der Giganotosaurus gewesen, sagte der argentinische Forscher Rodolfo Coria vom paläontologischen Museum Carmen Funes in der Stadt Plaza Huincul in Patagonien. Das Tier habe vermutlich in Gruppen gelebt: An einer einzigen Stelle wurden hunderte Knochen des Jagdsauriers. Quelle:netzzeitung.de Lebensqualität in Buenos Aires
Buenos Aires (AT/AG) - Die argentinische Hauptstadt steht an der zweiten Stelle unter den lateinamerikanischen Städten bei der Bewertung der Lebensqualität. Das ergibt sich aus einer Studie, die die Beratungsgesellschaft Mercer Human Resource Consulting jährlich durchführt. Untersucht wird dabei die Lebensqualität in insgesamt 350 Großstädten der Welt. Buenos Aires erscheint auf der Rangliste für das Jahr 2005 auf Platz 78 und liegt nur knapp hinter der uruguayischen Hauptstadt Montevideo, die den Rang 76 einnimmt. Als Siegerin steht wieder und bereits zum fünften Mal in Folge die Schweizer Stadt Zürich fest. Quelle: Argentinisches Tageblatt
Erinnerungen an Anibal Troilo „Pichuco“ Anibal Troilo *11.07.1914 Abasto (Buenos Aires), † 18.05.1975 Buenos Aires SUR, Quejas de bandoneon oder Romance de Barrio- wer kennt diese Titel nicht und hat danach auf einer Milonga getanzt. Ihr Komponist Anibal Troilo gehört zu den wichtigsten Persönlichkeiten des Tango und spielte eine ganz besondere Rolle bei der Entwicklung der Tangomusik. Troilo wurde am 11.7. 1914 in Buenos Aires im Bezirk Almagro geboren. Im Alter von zehn Jahren begann er mit dem Bandoneonunterricht und erreichte innerhalb kurzer Zeit eine außerordentliche Virtuosität auf seinem Instrument. Mit 16 Jahren verließ er die Schule, um professioneller Musiker zu werden. Er gehörte verschiedenen Ensembles an; so spielte er z. Bsp. bei Alfredo Gobbi, Julio Sosa und Juan „Pacho“ Maglio; zeitweilig begleitete er auch Carlos Gardel bei öffentlichen Auftritten. 1929 trat er dem Sextett Vardaro-Pugliese bei, dem er bis 1937 angehörte. In diesen Jahren entwickelte er seinen unnachahmlichen Stil des Bandoneonspiels, der als „Sonido Troilo“ (Troilo-Klang) bewundert wurde und ihm die Bezeichnung „El Bandoneon Mayor de Buenos Aires“ einbrachte: das beste Bandoneon von Buenos Aires. 1937 gründete er sein eigenes Orchester, mit dem er 16 Jahre lang im Varieté Tibidabo auftrat und welches sich bis in die fünfziger Jahre hinein sehr großer Popularität erfreute. Das Orchester war mit exzellenten Musikern besetzt, welche auf ihre Weise ebenfalls zum Erfolg beitrugen. 1938 wurde die erste Schallplatte mit dem Tango „Comme il faut“ eingespielt, viele weitere Aufnahmen bei Odeon und RCA Victor folgten. Anibal Troilo komponierte mehr als 60 Tangos, neben den anfangs genannten sind auch „ La Ultima Curda“, „Che bandoneon“ oder „ Toda mi vida“ besonders bekannt. Troilo gilt als größter Bandoneonist aller Zeiten und wird von den Portenos ganz besonders verehrt. Als er 1975 in Buenos Aires starb, trauerte die gesamte Bevölkerung, An seiner letzten Ruhestätte errichtete die Stadt ein Denkmal ihm zu Ehren, und auch ein Restaurant trägt den Namen „Pichuco“. Dort hängen Fotografien, die seine Karriere dokumentieren, und jeden Abend spielt ein Pianist Tango. Jährlich wird am 11. Juli, Troilos Geburtstag, der Bandoneontag begangen.
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